Beschlussvorlage - BV/25/289
Grunddaten
- Betreff:
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Beschlussvorlage für einen Grundsatzbeschluss zur strategischen Entwicklung touristischer Infrastruktur in der Gemeinde Ostseebad Binz und Zukunftsvorhaben im Ortsteil Prora
- Status:
- öffentlich (Vorlage freigegeben)
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- Eigenbetrieb Binzer Bucht Tourismus
- Bearbeiter:
- Tamara Pampuch
Beratungsfolge
| Status | Datum | Gremium | Beschluss | NA |
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●
Erledigt
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Gemeindevertretung Ostseebad Binz
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Entscheidung
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10.07.2025
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Beschlussvorschlag
Die Gemeindevertretung des Ostseebades Binz beschließt in ihrer Sitzung am 10.07.2025:
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Die vorgelegten Masterpläne
- „Masterplan Prora-Mitte“,
- „Masterplan Infrastruktur Prora“ und
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„Masterplan Beherbergung Prora“
werden als strategische Planungsgrundlage und Richtlinie für die künftige Entwicklung des Ortsteils Prora anerkannt.
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Die Masterpläne dienen künftig als verbindliche Grundlage für:
- Investitionsentscheidungen und deren Priorisierung,
- die mittelfristige und langfristige Investitions- und Haushaltsplanung,
- die vertiefende Fachplanung (Verkehr, Erschließung, Tourismus, Kultur, Umwelt, etc.),
- die Steuerung und Bewertung von Flächennutzungen,
- die Vorbereitung und Führung von Gesprächen mit privaten Investoren sowie öffentlichen Partnern,
- Verfahren zur Bürgerinformation und Bürgerbeteiligung sowie
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die wirtschaftliche Steuerung und strategische Weiterentwicklung des Eigenbetriebes Binzer Bucht Tourismus.
- Die Verwaltung wird beauftragt, auf Basis der Masterpläne konkrete Maßnahmenkataloge, Prioritätenlisten und Umsetzungskonzepte zu entwickeln und diese schrittweise der Gemeindevertretung zur Beratung und Entscheidung vorzulegen.
Begründung
Der Ortsteil Prora besitzt für die Gemeinde Ostseebad Binz eine herausragende entwicklungspolitische Bedeutung – sowohl im Hinblick auf touristische Wertschöpfung als auch in Bezug auf nachhaltige Ortsentwicklung, Identitätsbildung, Denkmalpflege und Naturraumverträglichkeit.
Bereits in vorangegangenen Sitzungen der Gemeindevertretung wurde das strategische Konversionsmanagement Prora als Entwicklungsrahmen beschlossen. Die nun vorgelegten und von der Gemeindevertretung beauftragten Masterpläne konkretisieren und vertiefen diese übergeordneten Zielstellungen und dienen als operative Weiterentwicklung dieses Konversionsansatzes.
Der Auftrag zur Befassung mit den Masterplänen in der heutigen Sitzung der Gemeindevertretung resultiert aus einem entsprechenden Empfehlungsbeschluss des Tourismusausschusses in seiner letzten Sitzung.
Die vorgelegten Masterpläne formulieren erstmals in kohärenter Weise eine gemeinsame Entwicklungsrichtung für die zentralen Themenfelder:
- Prora-Mitte als sozialräumlicher, kultureller und wirtschaftlicher Ankerbereich des Ortsteils,
- Infrastrukturentwicklung mit besonderem Blick auf Erschließung, Mobilität, Besucherlenkung und Ver- und Entsorgung,
- Beherbergungsentwicklung, die sowohl Quantität als auch Qualität, Nachhaltigkeit, Zielgruppenorientierung und Saisonverlängerung berücksichtigt.
Durch die Integration dieser Masterpläne in das strategische Steuerungsinstrumentarium der Gemeinde entstehen klare Leitlinien, die über die nächsten Jahre hinweg Orientierung für kommunalpolitisches Handeln, wirtschaftliche Entscheidungen und planerische Detailprozesse bieten.
Ziele und Strategien:
- Stärkung Proras als zukunftsfähiger Ortsteil von Binz, der sein Erbe respektiert und zugleich moderne Lebens-, Arbeits- und Tourismusformen ermöglicht.
- Qualitative Entwicklung statt ungezügeltem Wachstum, mit klarer Lenkung von Investitionen, Gestaltung und Nutzungen.
- Verzahnung öffentlicher und privater Interessen im Sinne einer nachhaltigen Gesamtentwicklung.
- Erhöhung der Planungs- und Investitionssicherheit für Verwaltung, Bürgerinnen und Bürger sowie Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur.
- Sicherstellung der wirtschaftlichen Tragfähigkeit kommunaler Aufgaben, insbesondere im Eigenbetrieb Binzer Bucht Tourismus und Sicherung fiskalpolitischer Effekte für die Gemeinde Ostseebad Binz.
Die Masterpläne sind als flexible Arbeitsinstrumente zu verstehen, die im Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, Fachexpertinnen und -experten sowie der politischen Vertretung detailentwickelt und regelmäßig fortgeschrieben werden sollen.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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25,4 MB
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2
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(wie Dokument)
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8,1 MB
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3
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(wie Dokument)
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12,7 MB
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