03.06.2025 - 6 Stand Strandversorgung, gewerbliche Strandkörbe...

Reduzieren

Wortprotokoll

Die Ausschussvorsitzende weist darauf hin, dass bereits zahlreiche Aspekte wie Wassersportangebote, Eisverkauf und Strandinfrastruktur behandelt wurden. Vorherigen Redebeiträgen entnimmt Sie, dass freie Strandflächen im laufenden Jahr nicht mehr vergeben werden. Jedoch stehe die Frage zur künftigen Online-Buchbarkeit der Strandkörbe noch offen.

 

Herr Gardeja informiert, dass acht Standorte vergeben und bewirtschaftet werden. Am Aufgang 28 verzögerte sich der Aufbau aufgrund eines Vorrechts, das nun geklärt sei. Der Betrieb soll in den kommenden 14 Tagen starten. In einer Nachrunde konnte ein zuvor unbesetztes Los ebenfalls vergeben werden. Noch offen seien u. a. die Standorte 25, 45/46 in Binz sowie mehrere Flächen in Prora. Drei neue Betreiber mit innovativen Konzepten ergänzen das Angebot.

 

Herr Möser begrüßt Fortschritte, übt aber Kritik an der verzögerten Ausschreibung. Die verspätete Vergabe habe zur Folge gehabt, dass Betriebspflichten – etwa am Standort 28 – nicht eingehalten werden konnten. Zudem fehle aus seiner Sicht ein Stützpunkt im zentralen Bereich, da das eFoil-Angebot nun am Rand angesiedelt sei. Die klassische Surfstation sei ebenfalls verlagert worden, wodurch das Angebot für junge, sportliche Gäste eingeschränkt sei.

 

Herr Kurowski kritisiert den verspäteten Saisonstart und fordert für künftige Jahre frühzeitige Vorbereitungen. Die Kommunikation zu einer angeblich festgelegten Schließzeit der Strandbars um 22:00 Uhr sei unklar. Aus seiner Sicht stelle dies einen unzulässigen Eingriff in die unternehmerische Freiheit dar.

 

Herr Gardeja erklärt, dass ihm keine entsprechende vertragliche Schließzeit bekannt sei, werde dies jedoch prüfen und ggf. nachreichen. Der Eigenbetrieb mache keine Vorgaben zur Öffnungszeit und führe keine Kontrollen durch. Sollte es entsprechende Klauseln geben, werde man diese überprüfen. Auf Nachfrage der Ausschussvorsitzenden bestätigt Herr Gardeja, dass alle Verkaufsstellen für mobilen Eisverkauf vergeben sind.

 

Herr Gomoll greift die Wortmeldung von Herrn Wolfram auf und regt an, zu prüfen, ob dieser – ggf. gemeinsam mit weiteren Interessenten – kurzfristig zusätzliche Strandkorbkapazitäten bereitstellen könnte. Die Nachfrage sei eindeutig vorhanden, viele Gäste erkundigten sich regelmäßig nach freien Strandkörben. Vor diesem Hintergrund stellt er die Frage, ob es nicht eine pragmatische Zwischenlösung gebe, um die bestehende Versorgungslücke zumindest temporär zu schließen.

 

Herr Gardeja weist den Vorschlag zurück und betont, dass es keine individuellen Vorabvergaben geben könne. Vergaben erfolgten ausschließlich regulär. Die Nennung einzelner Interessenten könne als Bevorzugung verstanden werden. Er unterstreicht, dass es sich bei der aktuellen Ausschreibung um eine Nachvergabe handelt und keine außerordentlichen Maßnahmen erfolgen werden. Die Strandversorgung sei in diesem Jahr so umfangreich wie nie zuvor.

 

Herr Gomoll widerspricht dieser Einschätzung.

 

Herr Gardeja erläutert, dass rechtliche Rahmenbedingungen und gescheiterte Alternativlösungen die Situation erschwert hätten. Eine Abweichung vom geregelten Verfahren sei jedoch nicht möglich.

 

Herr Möser bestätigt die Unzufriedenheit mit der aktuellen Versorgungslage. Trotz langjähriger Befassung mit dem Thema sei es nicht gelungen, stabile Lösungen zu etablieren. Er sieht ein strukturelles Versäumnis auf Seiten der Verwaltung.

 

Die Ausschussvorsitzende erinnert an die unbeantwortete Frage zur Online-Buchung der Strandkörbe.

 

Herr Gardeja kündigt an, dass die Online-Buchung innerhalb von 14 Tagen verfügbar sein wird. Betreiber seien informiert. Die Strandkörbe werden künftig mit abschließbaren Boxen ausgestattet, die auch zur Aufbewahrung von Wertsachen genutzt werden können. Die technische Plattform stehe bereit; auch eine Buchung vor Ort werde möglich sein. Die Maßnahme solle die Nutzung des Angebots deutlich verbessern.