21.01.2025 - 4 Anfragen der Ausschussmitglieder

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Wortprotokoll

Herr Dohrmann wünscht sich für die kommenden Jahre jährlich drei Ankerveranstaltungen im Herbst, Winter und Frühjahr als Alleinstellungsmerkmal, um auch wieder mehr Tagesgäste anzulocken. Er bittet die Runde, Ideen für sportliche oder kulturelle Highlights einzubringen.

 

Herr Hennig findet, dass es bereits gute Ankerveranstaltungen gab. Den aktuellen Standort des Weihnachtsmarktes hält er für ungeeignet und schlägt für die Zukunft den Platz am Schmachter See vor. Auch sollen ortsansässige Gastronomen einbezogen werden und das Beleuchtungskonzept erweitert werden.

 

Herr Kurowski stimmt Herrn Hennig zu. Auch die vorgeschlagene Ankerveranstaltung hält er für eine gute Idee und fragt, ob es schon konkrete Ideen oder Arbeitsgruppen gibt.

 

Herr Gomoll ist ebenso der Meinung, dass der Weihnachtsmarkt zukünftig am Schmachter See seinen Standort finden soll. Er fragt an, wie der hohe Verlust an Standbetreibern zustande kommt, da es nur 12 und nicht wie vorab genannt 24 oder 35 Stände waren. Weiter hinterfragt er das gastronomische Konzept zum Wintermarkt, da es dann nur noch 6 Stände mit mangelhafter Auswahl gab. 

 

Herr Gardeja stellt richtig, dass nie von 35 Buden gesprochen wurde, da der Platz dies gar nicht hergeben würde. Von 15 Ständen konnten zwei durch Krankheit kurzfristig nicht öffnen. Die Besucherinnen und Besucher und Händler waren sehr zufrieden, nahmen den Weihnachts- und Wintermarkt als sehr erfolgreich wahr. Das Thema Beleuchtung kann gerne gesondert besprochen oder ggf. weitere Investitionen beschlossen werden.

 

Die Ausschussvorsitzende fragt die Ausschussmitglieder, ob sie beschließen möchten, eine detailliertere Beleuchtung in Auftrag zu geben.

 

Herr Müller findet die Idee von Herrn Dohrmann auch gut. Er versteht es so, dass beispielsweise die Kurverwaltung ein Konzept zu den Veranstaltungen entwickelt. Er teilt die Kritik in der Schärfe zum Thema Weihnachtsmarkt jedoch nicht, da es inzwischen eine starke Entwicklung gegenüber den ersten Jahren gibt, was das Feeling und Budenangebot betrifft.

Die Band war gut, jedoch sollte es noch mehr weihnachtliche Musik geben. Zuletzt möchte er wissen, ob es schon Überlegungen zum Standortwechsel des Wintermarktes gibt und was dafür bzw. dagegen sprechen würde.

 

Herr Gardeja erklärt, dass es am Schmachter See nur einen Stromkasten und kein Frisch/Abwasser gibt, daher ist der Kurplatz, was die Tauglichkeit und die Logistik betreffen, die beste Fläche. Hinsichtlich der gewünschten Ankerveranstaltungen soll ein entsprechender Antrag auf den Weg gebracht werden, um zu klären, wie die Beteiligungen aussehen und wer mitmacht. Allerdings wird es ohne ausreichende finanzielle Mittel wahrscheinlich nicht funktionieren. Eine Umsetzung sieht er in diesem Jahr nicht mehr.

 

Herr Hennig schlägt vor, dass die Thematik vorab in den entsprechenden Parteien oder Fraktionen diskutiert werden könnte. Er möchte wissen, ob ein Ausbau der Versorgungsleitungen am Standort Schmachter See, auch im Hinblick auf zukünftige Veranstaltungen, möglich wäre.

 

Frau Drahota fügt hinzu, dass der Weihnachtsmarkt am Abend sehr gut besucht war.  Zum Thema Ankerveranstaltungen hat sie eine etwas andere Sichtweise. Sie hatte ursprünglich mehr auf ganzheitliche gesundheits- und bewegungsorientierte Themen gesetzt und bittet daher den TD um Mitteilung, wann diese Veranstaltungen in diesem Jahr stattfinden.

 

Herr Gardeja beantwortet im Einzelnen die Frage von Frau Drahota. Er schließt nicht aus, dass man gezielte Veranstaltungen ergänzend konzipiert, jedoch sind finanzielle Rahmenbedingungen zu klären und die passende Veranstaltungsinfrastruktur muss vorhanden sein.

 

Frau Drahota möchte wissen, wie und durch wen diese Veranstaltungen dann beworben werden sollen.

 

Herr Dohrmann erläutert, dass es um die Gemeinschaft und Ideen geht, zu gewissen Zeiten einen höheren Buchungsstand zu erreichen. Sein Vorschlag wäre, in diesem Herbst/Winter schon eine Veranstaltung zu haben und etwas auf den Weg zu bringen.

 

Herr Möser ist ebenso der Meinung, dass regelmäßige Highlights gesetzt werden müssen, damit sich die Gäste daran orientieren können. Den Weihnachts- und Wintermarkt empfand er als nicht gut.

 

Herr Kurowski erklärt, dass der Ort Wiedererkennungswerte benötigt, wie es bei dem Weihnachtsmarkt im Kurpark der Fall war. Gäste kamen nur deswegen nach Binz, was nun nicht mehr so ist.

Frau Schlösser plädiert dafür, dass ein Antrag formuliert wird und einen Auftrag an die Kurverwaltung zu geben. Weiter äußert sie lobend, dass die Liste der diesjährigen Veranstaltungen sehr gut und umfangreich ist. Zusätzliche Veranstaltungen durch externe Veranstalter wären zudem eine schöne Sache.

 

Die Ausschussvorsitzende fragt, ob sie jetzt einen Antrag formulieren wollen für drei Ankerveranstaltungen, über eine Laufzeit von mindestens fünf Jahren. Sie schlägt ergänzend vor, eventuelle Ideen an Herrn Gardeja zu richten.

 

Herr Gardeja fragt, ob darüber abgestimmt werden soll und bittet um eine entsprechende Formulierung.

 

Herr Dohrmann stellt den Antrag, dass der Tourismusdirektor mit seinem Team dem Ausschuss zur nächsten, spätestens übernächsten Sitzung für die Herbst-, Winter- und Frühjahrssaison eine Ankerveranstaltung für jeweils ein Wochenende vorschlägt, die dann über mindestens fünf Jahre laufen und dass die Investitionen auch für die nächsten Jahre genutzt werden können für Veranstaltungen. Der Ausschuss kann dann über eine Auswahl von zwei bis drei Veranstaltungen befinden, um in der Wintersaison eine Veränderung herzustellen.

 

Die Ausschussvorsitzende bedankt sich bei Herrn Dohrmann und fragt, wer dem eingebrachten Antrag zustimmt.

 

Abstimmungsergebnis: ja = 11 Stimmen | nein = 0 Stimmen | Enthaltung = 0 Stimme                                            

Herr Müller merkt an, dass es sinnvoll sei, Anträge vorab schriftlich zu formulieren, sodass diese auf der Tagesordnung stehen.

 

Herr Kurowski bittet darum, dass alle öffentlichen WC-Anlagen an der Promenade wieder geöffnet werden. Um den Ort an Silvester zu entlasten schlägt er vor, einen kostenlosen Shuttleverkehr vom neuen Parkhaus in den Ort und wieder zurück einzurichten, da Rettungswege zugeparkt werden und teilweise nicht erreichbar sind.

 

Herr Gardeja bestätigt, dass alle WC-Anlagen nach den erforderlichen Revisionsarbeiten wieder geöffnet werden. Zum Thema Parken spricht sich der TD sehr dafür aus, die Parkmöglichkeiten deutlich weiter außerhalb des Ortes zu verlagern. Eine Anbindung vom Parkhaus ist bereits geschaffen worden. Er meint, man könne alles möglich machen, aber nicht alles Mögliche machen. Gerade beim Thema Mobilität braucht es zwei, drei schlaue Entscheidungen insgesamt in der Gemeinde, um Lösungen zu schaffen.

 

Herr Kurowski möchte wissen, ob die Ostermeile in dieser Form wieder so stattfindet und ob es Kooperationen zu der Sail GP in Sassnitz geben wird.

 

Herr Gardeja teilt mit, dass die Osterfeuermeile wieder so stattfindet. Bei der Sail GP sind noch keine Kooperationsgespräche angefragt worden bzw. wurden angefragt. Es fehlen noch Informationen.

 

Herr Gomoll fragt an, ob die Ausschreibungen für Strandversorgung und Strandkorbvermietung online sind und ob es eine Verlustrechnung gibt, welcher Schaden der Kurverwaltung/Gemeinde durch fehlende Gewerbesteuereinnahmen etc. im letzten Jahr entstanden ist.

 

Herr Gardeja entgegnet, dass dies bei der Gemeinde angefragt werden müsse, da die Kurverwaltung keine Gewerbesteuer erhebt. Jedoch haben die Anbieter selbst entschieden, wo nicht aufgestellt wurde. Um kein Risiko einzugehen, werden die Ausschreibungen geprüft, Verfahren berücksichtigt  und in den nächsten Tagen online gestellt. Der TD appelliert an die Ausschussmitglieder, bei dieser Thematik Neutralität zu wahren.

 

Herr Möser meint, es gäbe auch entgangene Einnahmen von nicht aufgestellten Strandbars oder nicht durchgeführten Verträgen, die dann im Wirtschaftsplan fehlen würden und bittet noch mal die Summe dazu mitzuteilen. Strandbar und Strandversorgung hätte eine ganz besondere Brisanz für das Jahr 2025, sie hätten schon einen großen Schaden erlitten, welcher der Kurverwaltung anzulasten ist.

 

Herr Gardeja bittet Herrn Möser, diese politischen Absichten, dass immer alles schlecht ist, sein zu lassen und einfach eine Fürsprache für den Standort zu leisten.

 

Herr Möser bedankt sich für den Hinweis und erklärt, dass es nicht seine Absicht ist, etwas destruktiv erscheinen zu lassen. Es geht ihm um die Sache, da er nicht sicher ist, ob alles so funktioniert, wie es von Herrn Gardeja annonciert und durchgeführt wird.

 

Herr Gardeja entgegnet, dass es zwei juristische Verfahren gab, die gut für die Gemeinde/das Gemeinwohl ausgegangen sind, sodass jetzt endlich die Möglichkeit bestehe, den Strand neu aufzubauen.

 

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